durch unsere vermehrte übungstätigkeit legten uns die nachbarn von gabriel´s eltern nahe
doch den übungsraum zu wechseln. gabriel´s eltern widerstanden diesem druck noch ein paar wochen (danke, danke herr und frau laszlo) - gaben dann aber nach. die aufstrebende band teen quo vadis war ohne übungsraum.

wuschel und harry waren am gisela-gymnasium am elisabethplatz. dort mitten in schwabing gab es ein mathematisch-naturwissenschaftliches gymnasium mit zwei großartigen musiklehrern: georg zettel und valentin schmitt.

ihren vermittlungsdiensten hatten wir unseren übungsraum im heizungskeller unserer schule zu verdanken. eines tages, angelockt durch unsere wohlklänge, kam ein junge zur kellertür herein und meinte er würde gerne mit seiner gitarre mitspielen. da zwei sologitarristen und ein schlagzeuger auf dauer ein nicht sehr vielversprechendes konzept bedeuteten, waren wir über unseren neuen bassisten thomas sehr glücklich, der aber von seinem glück bei uns baß spielen zu dürfen noch nichts wüßte..


unser schulband ruhm ging soweit, daß wir eingeladen wurden bei einer anderen schulfete als vorgruppe der berühmten band waldschrat zu spielen. gabriel hatte die hosen gestrichen voll und täuschte einen tanzkursabschlussballabendundso vor und wir drei fanden uns ohne schlagzeug und ohne baß auf der riesenbühne zum soundcheck ein.
ein mitglied von waldschrat (b) und von ex aequo (dr) erbarmten sich unser und studierten die drei nummern mit uns ein und so spielten wir als vorgruppe ein (in unseren erinnerungen) grandioses konzert.
mit dem bassisten von damals (michael bentele, s.u. in weißen hosen und platteauschuhen !!) verbindet uns bis heute eine echte freundschaft. danke für die hilfe damals, michael !!



es gab sogar richtige verstärker und licht auf der bühne.

thomas und wuschel im luitpoldgmynasium auf der bühne

und immer wieder e-dur. wuschel mit starrem blick ob der vielen zuschauer...

 

und solo in a-moll. eine unserer lieblingstonarten.

 

wir spielten diesen auftritt allen ernstes mit drei gitarren.
jedoch wurde uns nach dem luitpold-gymnasium auftritt langsam klar, daß ohne baß nicht´s mehr weitergeht.
die bandkasse prall gefüllt mit unseren basketballband honoraren wurde geköpft und ein ibanez baß erstanden.
der schlechteste gitarrist zeigte einsicht und harry war somit unser bassist.
thomas (2 jahre älter wie wir und schon damals mit einer festen freundin (hat er schon ?) wurde zweiter gitarrist.
unserer tradition folgend wurde mit dem neuen bandmitglied auch wieder der name geändert:

wir nannten uns fortan u-bahnschacht (ubs) und blieben einige jahre bei diesem namen.

es folgten auftritte (zu viert) bei allen möglichen festen und schulparties. nachfolgend eine wieder aufgetauchte liste mit unseren ersten auftritten:




die schulgigs gingen weiter (unter anderem auch im vielbegehrten doppel mädchen-gymnasium: willi graf und sophie scholl)




schulfest- alle tanzen, aber so richtig wichtig war die band da oben nicht...

wir steckten die meiste zeit zusammen: üben, schule, üben, schule. ein zentraler treffpunkt war schon damals der englische garten. und dort im speziellen der chinesische turm.
hier entstanden die ersten lieder, hier wurden vor allem von thomas und harry die ersten maßen erspielt und hier wurden hausaufgaben gemacht...



aber auch die hilfe unserer musiklehrer konnte uns nicht helfen: wir mußten den heizungskeller in unserer schule verlassen. doch direkt hinter dem theater der jugend (auch am elisabethplatz) hatten die thomas´ eltern ein feinkostgeschäft mit einem übrigen lagerkeller. es war zwar so feucht, daß wir nach jedem üben die instrumente in den ersten stock in thomas´ zimmer tragen mußten aber immerhin: ein übungsraum mit anliegendem weinlager...



wir waren mittlerweile spezialisten im status quo nachspielen (caroline, gerdundula...) und hatten auch gerne junge damen um uns die uns beim üben bewunderten (aline...)
aber für eine gesangsanlage hat es immer noch nicht gereicht. nicht einmal für einen mikrophonständer (s.u.)

 

thomas fand im speicher vier westen von seinem opa. fertig war das erste richtige bühnenoutfit.